Der Heckantrieb

10. Februar 2011 von Sabrina

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Laut Statistik des Kraftfahrzeugbundesamtes kommen auf 1.000 Einwohner in Deutschland heute rund 620 Kraftfahrzeuge. Aktuell (Stand Januar 2011) sind 42,3 Millionen Pkw bundesweit zugelassen, wobei mit einem Anteil von 65,6 Prozent deutsche Marken dominieren. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei 8,3 Jahren. Bei vielen, vor allem großen Pkws erfolgt der Antrieb vom Heck aus. Von einem Antrieb über das Heck spricht man dann, wenn sich die komplette Antriebseinheit aus Motor, Getriebe und Antriebsachse auf bzw. hinter der Hinterachse eines Fahrzeugs befindet. Einer der Erfinder dieser Antriebsart war unter anderem Ferdinand Porsche. Seit den 1970er-Jahren kommt vor allem bei kleinen und mittelgroßen Fahrzeugen der sogenannte Frontantrieb zum Einsatz. Hierbei befinden sich Motor und Getriebe vor dem Fahrer. Damit die nötige Kraft zum Bewegen der Hinterräder transportiert werden kann, muss eine sogenannte Kardanwelle unter dem Wagenboden eingebaut werden. Ein Antrieb vom Heck aus macht zusätzliche Bauteile notwendig, was sich sowohl auf die Kosten insgesamt als auch auf die Konstruktionskomplexität auswirkt. Darüber hinaus nimmt ein solcher Antrieb mehr Platz in Anspruch, weshalb er bei Klein- und Mittelklassefahrzeugen eher seltener anzutreffen ist. Typische Pkw mit dieser Antriebsart sind Fahrzeuge der Marken Porsche, BMW und Mercedes. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich hierbei um die konstruktionstechnisch anspruchsvollere und damit kostenintensivere Lösung handelt, macht es sich auch bei der Fahrdynamik bemerkbar, ob sich der Antrieb vorne oder hinten befindet. So neigen Autos mit Frontantrieb zum Untersteuern, beim Antrieb vom Heck aus zum Übersteuern. Bei einem Allradantrieb werden im Übrigen alle Räder eines Fahrzeuges angetrieben.

Trotz einiger Schwächen und Nachteile – wie zum Beispiel dem fehlenden Stauraum im Heck und gegebenenfalls Schwierigkeiten beim Spurhalten aufgrund der Hecklastigkeit – bietet der Antrieb vom Heck aus dennoch einige Vorteile, die ihn für hochmotorisierte Autos attraktiv machen: So sind eine hohe Achslast und eine hohe Fahrdynamik (unabhängig von der Beladung des Pkws) gewährleistet. Dadurch, dass sich die Antriebseinheit hinten, also weiter weg vom Fahrer als beim Frontantrieb, befindet, ist der Geräuschpegel deutlich geringer. Das macht sich nicht zuletzt beim Wohlbefinden des Fahrers positiv bemerkbar. Ein weiterer Pluspunkt kommt beim Platzangebot zum Tragen: Da keine Kardanwelle erforderlich ist, gibt es auch keine Einschränkung bzw. Einengung im Fahrzeuginnern. Ein Antrieb hinten gewährleistet darüber hinaus eine bessere Kraftübertragung. Die Beschleunigungskräfte sorgen dafür, dass die Vorderachse entlastet und die Hinterachse gleichzeitig belastet wird. Durch die höhere Reibung zwischen Rad und Straße wird eine schnellere Beschleunigung möglich. Auch in puncto Wendekreis können Fahrzuge, die vom Heck aus angetrieben werden, überzeugen: Dieser ist hierbei nämlich deutlich kleiner.

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