Gebrauchtwagen – oft die vernünftigere Wahl

12. Oktober 2011 von Sabrina

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Vor allem die Führerscheinneulinge tendieren dazu, sich für die Anfangszeit einen Gebrauchtwagen zuzulegen. Es sind vor allem zwei Faktoren, die dafür verantwortlich sind. Zum einen kommen hier die niedrigen Anschaffungskosten zum Tragen. Schließlich möchte man schnell einen fahrbaren Untersatz haben, wenn man den „Lappen“ in der Tasche hat. Eigentlich hat der aus einem Plastikkärtchen bestehende europäische Führerschein diese Bezeichnung gar nicht mehr verdient. Anderseits ist es die Befürchtung, irgendwo anzustoßen und sich Schrammen und Beulen zu fahren, die viele Anfänger zu einem Gebrauchtwagen greifen lässt.

Bei den Gebrauchtwagen wird man in jeder Liga fündig, egal ob man zuerst aus Gründen einer günstigen Steuer und Versicherung einen Kleinwagen fahren möchte oder die Freunde mit einem schnittigen Sportwagen beeindrucken möchte. Sogar so manches Cabrio steht jedes Jahr im Herbst auf den Höfen der Autohändler. Auch kleinere und größere Nutzfahrzeuge kann man auf dem Gebrauchtwagenmarkt günstig kaufen. Solche Angebote kann man finden, indem man entweder die Händler in der Umgebung abklappert oder sich im Internet auf die Suche macht. Letzteres ist erfahrungsgemäß deutlich effektiver, weil man hier auch bundesweit suchen kann. Allerdings sollte man auf den Kaufpreis immer die Kosten des Abholens oder der Überführung drauf rechnen.

Aber woran erkennt man einen guten Gebrauchtwagen? Wer sich schon einmal intensiver mit einem der Gutachter der Dekra oder vom TÜV oder den Experten vom ADAC oder AVD unterhalten hat, der weiß, worauf sie schauen. Auf die Anzeige auf dem Tacho ist nämlich leider nicht immer Verlass. Dazu gehört als erster Punkt das Serviceheft, in dem man sehen kann, ob die regelmäßigen Wartungen durchgeführt worden sind. Das spricht schon einmal dafür, dass Fehler am Motor oder im Getriebe auffällig geworden wären. Und gute Pflege sichert bei beiden Bauteilen eine lange Lebensdauer.

Auch gibt es einige Stellen, wo der Rost Auskunft gibt, welche Strecke ein Gebrauchtwagen schon hinter sich gebracht hat. Das sind die Radkästen, die Schweller und die Stoßfänger. Auch der Lack unter dem Schloss der Fahrertür ist ein solcher Informationsträger. Hinzu kommen Benutzungsspuren am Schaltknüppel, am Lenkrad und an den Gummibelägen von Kupplung, Bremse und Gaspedal. Sind sie stark abgenutzt oder ausgetauscht, ist eine genauere Prüfung des Fahrzeugs dringend angeraten.

© Marianne Mayer – Fotolia.com

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